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Analfissuren und Analfisteln

Analfissur

Eine Fissur ist definiert als geschwürartiger Defekt im Analkanal welcher mit starken Schmerzen bei der Stuhlentleerung einhergeht. Die Ursachen sind in aller Regel mechanisch (am häufigsten ist der zu harte Stuhlgang, gefolgt von Durchfall).

Man unterscheidet akute Fissuren und chronische Fissuren, diese haben Sekundärveränderungen entwickelt und heilen nicht mehr so gut ab. Sekundärveränderungen sind Vorpostenfalten (Marisken), ein Wall am Rand der Fissur, das Sichtbarwerden der Schließmuskelfasern und eine Analpapille (Analfibrom).

Die Therapie der Fissuren ist primär konservativ. Man behandelt mit muskelentspannenden Salben für einige Zeit und mit der Optimierung der Stuhlkonsistenz, z.B mittels Flohsamenschalen, Laktulose, Macrogol und der Anpassung der Trinkmenge

Circa 90% der Fissuren heilen unter konservativer Behandlung ab.
Bei den nicht heilenden Fissuren oder den Fissuren welche Komplikationen gebildet haben wie z.B eine Fistel erfolgt eine OP in Narkose.

Es erfolgt eine Fissurektomie, das heißt man entfernt die Fissur und die Sekundärveränderungen und schneidet nicht in den Schließmuskel.
Die Wundheilungszeit beläuft sich auf ungefähr 6 Wochen, die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist jedoch deutlich kürzer.

Analfisteln

Fisteln sind Gänge welche sich im Gewebe gebildet haben, diese können zum einen im Unterhautfettgewebe laufen, als auch zwischen den Schließmuskeln mit Beteiligung nur des inneren Schließmuskels, aber auch beide Schließmuskeln durchqueren.
Fisteln treten häufig auf bei Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen aber auch bei darmgesunden Menschen.

Häufig fällt eine Fistel primär auf durch einen Abszess.
Die Behandlung eines Abszesses ist sofort durchzuführen, die OP der Fistel in Narkose kann elektiv (geplant) erfolgen. Es gibt verschiedene Operationen, die je nach Ausgangsbefund mit Ihnen besprochen und geplant werden.